Naturbestattung in der Schweiz – Tipps für einen Abschied im Einklang mit der Natur
- zeremonienmitherz
- 10. Okt.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 11. Okt.
Wenn die Natur zum letzten Ruheort wird, entsteht eine besondere Form des Abschieds – still, friedlich und ganz nah am Kreislauf des Lebens. Immer mehr Menschen in der Schweiz entscheiden sich für eine Naturbestattung. Sie schenkt das Gefühl von Freiheit, Leichtigkeit und Verbundenheit mit der Erde. Doch welche Möglichkeiten gibt es? Und worauf sollte man achten?
In diesem Beitrag finden Sie wertvolle Tipps, rechtliche Hinweise und Inspiration, wie eine Beisetzung in der Natur zu einem liebevollen, stimmigen Abschied werden kann.
Was ist eine Naturbestattung?
Wie es der Name schon sagt, wird die Asche einer verstorbenen Person in der freien Natur beigesetzt – oft im Wald, am Fuss eines Baumes, auf einer Wiese oder im Wasser. Diese Form des Abschieds steht für Loslassen, Rückkehr und Natürlichkeit.
In der Schweiz sind verschiedene Formen erlaubt, je nach Kanton und Gelände:
Waldbestattung / Baumbestattung
Wiesenbestattung
Bergbestattung
Seebestattung
Luftbestattung

Vorschriften und Rahmenbedingungen
Die gesetzlichen Regelungen unterscheiden sich von Kanton zu Kanton. In der Regel gilt:
Solange kein öffentliches Ärgernis entsteht und keine fremden Gefühle verletzt werden, ist eine Bestattung in der Natur möglich.
Auch müssen die Umweltbestimmungen eingehalten werden, das heisst, die Asche muss biologisch abbaubar beigesetzt werden (z. B. in einer Bio-Urne).
Für eine Naturbestattung sollte die Zustimmung der zuständigen Gemeinde eingeholt werden.
Spezielle Waldareale oder der Vierwaldstättersee und Zürichsee bieten genehmigte Naturbestattungsflächen.
Tipp von mir als Trauerrednerin
Informieren Sie sich frühzeitig über die kantonalen Bestimmungen – das vermeidet Unsicherheiten in der Planung und vermeidet Ärger.
Unterstützung für Angehörige und bei der Zeremonie
Eine freie Abschiedszeremonie lässt sich ganz individuell gestalten – frei von Dogmen. Als Trauerrednerin unterstütze ich die Angehörigen dabei, die Beisetzung in einen Moment voller Bedeutung zu verwandeln. Ich spreche Worte, die berühren, den Menschen ehren, sein Wesen feiern und Trost spenden.
Hier einige Ideen für die Gestaltung:
Persönliche Symbole: Lieblingsblumen, Naturmaterialien
Stimmige Musik: idealerweise Lieblingslieder der verstorbenen Person
Rituale: Ein Stein mit einer Botschaft, das Pflanzen eines Baumes, das Streuen von Blütenblättern.
Als erfahrene Zeremoniengestalterin mache ich Sie auch auf organisatorische Stolperfallen aufmerksam und sorge dafür, dass nichts vergessen geht.

Nachhaltigkeit und Bewusstsein
Viele Menschen wählen die Naturbestattung, weil sie ökologisch sinnvoll und achtsam ist. Bio-Urnen, CO₂-arme Prozesse und natürliche Materialien sorgen dafür, dass der Abschied im Einklang mit den Werten des Lebens steht. „Zur Erde zurückkehren“ – das ist nicht nur ein poetisches Bild, sondern Ausdruck von Dankbarkeit gegenüber der Natur.
Regionale Möglichkeiten in der Schweiz
Ob in der Zentralschweiz, im Aargau oder im Berner Oberland – viele Regionen bieten wunderschöne Naturareale für Beisetzungen. Zu den beliebtesten zählen:
Waldbestattungsareale wie FriedWald und private Waldbestattungsareale. In diesen kann bereits zu Lebzeiten ein Baum ausgesucht werden. In meiner Heimatgemeinde Buochs gibt es einen solchen Waldfriedhof Aber auch im Kanton Luzern sind einige zu finden.
Das Wasser des Vierwaldstättersees
Naturwiesen und Bergregionen mit kantonaler Genehmigung
Sie möchten wissen, welche Orte in Ihrer Nähe zur Verfügung stehen? Ich helfe gerne.
Fazit – Abschied mit Herz und Erde
Eine Naturbestattung ist mehr als eine Alternative zum Friedhof – sie ist eine Haltung dem Leben gegenüber. Sie verbindet Liebe, Freiheit und Achtsamkeit in einem letzten, stillen Moment.
Wenn Sie möchten, dass ich Sie bei der Gestaltung einer solchen Zeremonie begleite, melden Sie sich gerne. Gemeinsam schaffen wir einen Abschied, der mitten ins Herz trifft.
