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Löwenzahn-Blätter
  • Was ist eine freie Trauerfeier?
    Eine freie Trauerfeier ist – im Gegensatz zur kirchlichen Zeremonie – weltlich, also ohne religiösen Bezug. Sie muss weder beim Ort, Inhalt oder Ablauf bestimmte Vorgaben befolgen. Die freie Trauerfeier bietet den Hinterbliebenen Gestaltungsmöglichkeiten, um individuell Abschied zu nehmen. Mit liebevollen Erinnerungen und Anekdoten aus dem Leben wird der verstorbenen Person gedenkt. Tröstende Worte, sowie auf Wunsch ein Ritual, erleichtern Ihnen den Abschied. Auch Musik ist ein wichtiges Element. Zudem können auch weitere Redner oder persönliche Gegenstände eingebunden werden.
  • Für wen ist eine freie Trauerfeier?
    Grundsätzlich kann jeder Mensch mit einer freien Trauerfeier verabschiedet werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob der verstorbene Mitmensch bereits aus der Kirche ausgetreten ist oder einfach den Bezug dazu verloren hat. Auch für Personen, die eine Abdankung und ihre letzte Ruhestätte auf einem Friedhof haben möchten, darf ich als freie Trauerrednerin eine Zeremonie gestalten. Die Friedhöfe in der Schweiz gehören den Gemeinden und sind für alle Verstorbenen, unabhängig ihres Glaubens, offen.
  • Wo findet eine freie Trauerfeier statt?
    Die Zeremonie kann auf sowohl auf dem Friedhof (Abdankungshalle), aber auch an fast jedem anderen Ort stattfinden: an einem See, im Wald, auf einem Berg, im Lieblingslokal – einfach dort, wo es sich am stimmigsten anfühlt. Ideal ist, wenn für die Trauernden Sitzplätze und Toiletten vorhanden und der Ort sich in der Nähe von ÖV-Stationen oder Parkplätzen befindet. Auf Stromanschluss bin ich nicht angewiesen. Meine Verstärkeranlage ist akkubetrieben. Falls Sie nebst der Trauerfeier auch eine Bestattung möchten, so sind auch zwei verschiedene Orte möglich.
  • Wann soll die freie Trauerfeier stattfinden?
    Sofern keine Erdbestattung gewünscht ist, kann die Trauerfeier auch erst einige Wochen nach dem Tod stattfinden. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen, es gibt noch so viele andere Dinge zu erledigen. Eine freie Gedenkzeremonie kann an jedem Wochentag stattfinden. Der zeitliche Beginn hängt vom gewünschten Rahmenprogramm ab. Die verstorbene Person hat beispielsweise besonders gerne gefrühstückt? Dann bietet sich an, die Zeremonie vormittags zu machen, verbunden mit einem gemeinsamen Zmorge.
  • Wer leitet eine freie Trauerfeier?
    Die leitende Person ist «freier Redner bzw. freie Rednerin» und hat in der Regel keine kirchliche Funktion oder theologische Ausbildung. Manchmal wird für diese Aufgabe auch jemand von der Familie oder aus dem Freundeskreis ausgewählt. Jedoch ist zu bedenken, dass diese Person selbst auch in Trauer ist und es ihr schwer fallen wird, eine gewisse Distanz zu wahren und trotzdem Nähe und Trost zu vermitteln. Auch der zeitliche Aufwand für die Vorbereitung darf nicht unterschätzt werden.
  • Was kostet eine freie Trauerfeier?
    Weil nicht nur die Art der Zeremonie variiert, sondern auch der Aufwand, verwende ich keine Pauschalpreise. Gerne gebe ich Ihnen aber unter "Angebote" auch einige Möglichkeiten und Richtwerte an. Haben Sie einen anderen Wunsch? Zögern Sie nicht, mich anzufragen.
  • Wer organisiert die Trauerfeier?
    In der Regel bestimmen Sie als die Angehörige den oder die Ort/e der Zusammenkunft und buchen diese auch selbst. Auch Livemusik wird von Ihnen organisiert sowie der Blumenschmuck. So passt sicher beides. Vielleicht hatte die verstorbene Person ja auch Wünsche geäussert. Ich bin Ihnen gerne mit Empfehlungen behilflich, insbesondere wenn es bei Seebestattungen um die Miete des Schiffes geht. Auch digitale Musikdaten bereite ich für Sie auf. Falls meine Kapazität es erlaubt, übernehme ich jedoch auch organisatorische Aufgaben.
  • Muss ein Lebenslauf vorgetragen werden?
    Nein, während der Zeremonie kann auf das Verlesen eines Lebenslaufes und das Aneinanderreihen von Daten verzichtet werden. Viel spannender finde ich es, wenn ich die Lebensgeschichte vortragen darf, in der auch Anekdoten, typische Aussagen und Verhaltensweisen Platz finden.
  • Braucht es Musik während der Trauerfeier?
    Musik ist ein wichtiger Bestandteil der Trauerfeier. Sie vermag es nicht nur Trauer und auszudrücken, sondern bildet zudem einen würdevollen Rahmen. Besonders schön ist es, wenn Sie den Musikgeschmack der verstorbenen Person bei der Auswahl berücksichtigen. So kann auch mal ein Hard-Rock-Stück oder ein Jodel passend sein. Die Musik kann live vorgetragen werden oder via einer Musikanlage abgespielt werden. Falls Sie Livemusik möchten, so wird diese in der Regel von der Trauerfamilie direkt gebucht​. Unter Empfehlungen finden Sie einige Musiker, mit denen ich schon zusammen gearbeitet habe. Musik ab digitalen Daten organisiere ich für einen kleinen Beitrag gerne für Sie.
  • Wie bereitet man sich aufs Trauergespräch vor?
    Es braucht Ihrerseits keine grosse Vorbereitung. Jedoch bin ich froh, wenn Sie mir stichwortartig einen kurzen Fragebogen ausfüllen. So kann ich mich einlesen und mir erste Gedanken zur Zeremonie machen. Auch eine Todesanzeige und allenfalls ein Lebenslauf helfen.
  • Wer nimmt am Vorbereitungsgespräch teil?
    Ich empfehle, dass die nächsten Angehörige wie Ehepartner und Kinder dabei sind. Auch ein enger Freund oder Freundin kann hilfreiche Inputs und einen anderen Blickwinkel auf das Leben des Verstorbenen geben. Im Idealfall nehmen zwei bis maximal vier Personen teil.
  • Was läuft das Trauergespräch ab?
    Auf Basis eines Fragebogens, dem Sie vorgängig ausfüllen können, erzählen Sie mir in eigenen Worten vom Leben der verstorbenen Person: Was hat es ausgemacht? Woran hatte er Freude? Woraus hat er Kraft und Freude für sein Leben geschöpft? Worauf war er stolz? Was hat ihn zum Lachen gebracht? Welche Menschen spielten eine wesentliche Rolle? Welche Werte haben sein Denken, Fühlen und Handeln bestimmt? Gerne dürfen Sie mir auch einige Fotos zeigen. Zudem legen wir gemeinsam den Ablauf fest. Mit meiner Hilfe wählen Sie die Lieder und allenfalls ein Ritual aus. Anschliessend erhalten Sie das Vereinbarte schriftlich.
  • Wo findet das Trauergespräch statt?
    Für die Gespräche habe ich bei mir zu Hause in Buochs/NW ein spezielles Zimmer eingerichtet, in dem wir uns ungestört unterhalten können und Sie Ihren Gefühlen auch mal freien Lauf lassen dürfen. Bei Besprechungen für kurze Zeremonien kann es sein, dass wir uns online austauschen.
  • Wie lange dauert das Vorbereitungsgespräch?
    Dies ist abhängig von der Dauer der Zeremonie und der benötigten Informationen. Ich rechne dafür in der Regel 1.5 bis 2.5 Stunden ein. Falls ich auch die Lebensgeschichte schreiben darf, können es auch mal drei Stunden sein.
  • Muss man eine Trauerfeier abhalten?
    Nein, Sie "müssen" keine Trauerfeier haben, um Abschied zu nehmen. Aber eine Zeremonie und das gemeinsame Trauern kann beim Abschiednehmen helfen. Vor allem, wenn die Rede persönlich und individuell gestaltet ist, Sie die Herzen berührt und wertvolle Erinnerungen weckt.
  • Darf ich als Konfessionsloser auf dem Friedhof bestattet werden?
    Dass nur Kirchenmitglieder auf dem Friedhof bestattet werden dürfen, ist leider eine sich hartnäckig haltende Fehlinformation. Die Friedhöfe in der Schweiz gehören den Gemeinden und sind für alle Verstorbenen, unabhängig ihres Glaubens, offen. Die Gemeinden regeln, wie die Gräber und Bestattungen gestaltet werden dürfen.
  • Darf man die Asche verstreuen?
    In der Schweiz darf die Asche (fast) überall verstreut werden, jedoch gibt es kantonale Unterschiede. Also besser nachfragen. Bei Privatgelände ist vorgängig das Einverständnis des Grundbesitzers einzuholen. Auch eine Übergabe der Asche in enen See oder Fluss ist möglich. Diese kann entweder vom Ufer oder von einem Schiff aus erfolgen. Es ist zudem möglich aus der Asche einen Diamanten herzustellen und diesen evtl. in ein Schmuckstück zu integrieren.
  • Darf man die Asche aufteilen?
    Sie möchten bespielsweise einen Teil der Asche auf dem Friedhof, einen anderen in der Natur beisetzen und vielleicht noch einen weiteren Teil zu Hause aufbewahren? Grundsätzlich ist dies in der Schweiz erlaubt. Meist muss die Teilung von den Angehörigen selbst gemacht werden und wird nicht vom Krematorium übernommen.
  • Welche Aufgaben übernimmt die Trauerrednerin?
    Nach der ersten Kontaktaufnahme unterstütze ich die Hinterbliebenen dabei, die passende Form für die Abschiedsfeier zu finden. Dann leite ich das Vorbereitungsgespräch, bei dem ich mehr über die verstorbene Person erfahren möchte. Gleichzeitig bringe ich Ideen ein, wie Ihre Wünsche umgesetzt werden können. Auch Vorschläge für die musikalische Umrahmung oder allenfalls für ein Ritual habe ich parat. Zurück an meinem Schreibtisch entsteht die Trauerrede Schritt für Schritt. Dabei ist es mir wichtig, dass meine Worte die verstorbene Person und ihr Leben widerspiegeln. Mal fröhlich und humorvoll, mal tiefgründig und ruhig - aber immer einfühlsam, tröstend und mit Herzlichkeit. Und falls Abklärungen mit weitern Personen oder Dienstleistern nötig sind, so übernehme ich das auch. Am Tag der Zeremonie bin ich frühzeitig vor Ort, damit nebst der Einrichtung auch Zeit für letzte Fragen bleibt. Wenn alle und alles parat sind, richte ich das Wort an die Gäste und führe mit berührenden Worten durch die Zeremonie und allenfalls auch durch die Bestattung. ​ Auf Wunsch unterstütze ich Sie beim Schreiben der Lebensgeschichte. Falls es meine Kapazität erlaubt, übernehme ich organisatorische Aufgaben.
  • Wie kam ich auf die Idee, Trauerfeiern zu gestalten?
    Sprache fasziniert mich schon, seit ich fünfzehn Jahre alt bin. Ich lernte Schriftsetzerin und arbeite heute in einem kleinen Pensum im Bereich Marketing und Kommunikation bei der Spitex Nidwalden. Meine Mutter starb im Alter von 53 Jahren, als ich 33 Jahre alt war. Das war für mich ein prägendes Erlebnis. Als ich 2015 mit der Gestaltung von freien Zeremonien startete, war für mich sofort klar, dass ich auch Bestattungen anbieten werde. Besonders bei dieser Art von Zeremonie darf ich viel Dankbarkeit spüren. Ich erachte es als einen grossen Vertrauensbeweis, eine Trauerfeier zu gestalten.
  • Was möchte ich bewirken?
    Ich möchte den Angehörigen Trost und Zuversicht spenden. Sie sollen mit einem guten Gefühl und leichteren Herzens nach Hause gehen und mit der Gewissheit, dass der oder die Verstorbene in ihren Herzen weiterlebt. Das gelingt mir, indem ich Mitgefühl zeige, mich für das Leben des Verstorbenen interessiere und es in meiner Rede würdige.
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